Sprachtherapeutische Praxis Unger


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Meint Kind spricht noch nicht!- Was tun?

Sprachentwicklung und Sprachstörungen > Sprachentwicklung eines Kindes

Wenn Kinder nicht mit dem Sprechen beginnen, was tun?

Kinder, die verspätet mit dem Sprechen beginnen, bezeichnet man als Late Talker. Von einem verspäteten Sprechbeginn ist die Rede, wenn Kinder im Alter von 24 Monaten weniger als 50 Wörter sprechen (zum frühen Wortschatz gehören Wörter wie "nein", "auch", "haben", sowie Lautmalereien wie "wau wau" oder "tut tut") und noch keine Zweiwortsätze bilden ("Tine haben", "Papa Auto" oder "Mama weg").
Late Talker entwickeln sich in den anderen Entwicklungsbereichen altersentsprechend und das Hörvermögen ist unauffällig.

Während ungefähr die Hälfte aller Kinder, die mit 2 Jahren als Late Talker auffallen, den sprachlichen Rückstand innerhalb eines Jahres aufholen, entwickelt die andere Hälfte eine Sprachentwicklungsstörung. Sprachentwicklungsstörungen machen sich durch Aussprachestörungen, einem gestörten Wortschatzerwerb und /oder durch einen gestörten Grammatikerwerb bemerkbar. Diese Schwierigkeiten führen später nicht selten zu schulischen Problemen beim Lese-Rechtschreiberwerb.

Woran erkenne ich, ob mein Kind die sprachlichen Defizite selbstständig aufholt?

Ein wichtiges Kriterium hierfür ist das Sprachverständnis. Elternfragebögen zum Sprachverstehen und zur Erfassung der Wortschatzgröße können hier Aufschluss geben (diese werden kostenlos zur Verfügung gestellt).

Wenn Kinder mit 24 Monaten weniger als 50 Wörter sprechen und noch keine Zweiwortsätze bilden, sollte dies nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Zu hoffen, dass sich das schon auswachsen wird, stellt ein großes Risiko für die sprachliche Entwicklung des Kindes und somit für den späteren schulischen Erfolg dar.

Also, bleiben Sie wachsam und helfen Sie Ihrem Kind rechtzeitig!


Antje Unger, Dipl.-Sprechwissenschaftlerin



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